Performance Capture mag für Action- und Fantasyfilme ein Segen sein, für die Zeichentrick-Industrie macht sich diese Art der Animation jedoch als leb- und charmlos aus, wie im Disney Werk „Milo und Mars“ zu sehen ist.
“Milo und Mars” handelt von dem bockigen Milo, der - entnervt von seiner Mutter - keinen sehnlicheren Wunsch hat, als dass sie verschwindet. Diesen Wunsch erfüllen ihm prompt ein paar Außerirdische, die sie entführen, aber so hat sich Milo das nicht gedacht und er macht sich auf, sie zu retten.
150 Millionen Dollar sind für die Mischung aus Disney Zeichentrick und Motion Capture ausgegeben worden, der eine konfuse Story, unliebsame Charaktere und viel zu wenig Herz anhäuft, um einen Formula-Hit zu schaffen. Doch Kinder sind nicht dumm, die Erwachsenen, die heutzutage in Zeichentrickfilme strömen noch weniger, weshalb “Milo und Mars” gnadenlos vor Kritikern, als auch dem Publikum einbrach.
Auch neue Kritiken sprechen sich nicht gerade lobend über das Machwerk von Simon Wells aus. Kein Wunder, gerade nach dem abenteuerlustigen und pfiffigen “Rapunzel”-Märchen und dem unschlagbaren dritten Teil der Toy Story Reihe hat man auch sehr viel mehr von Disney erwartet. Schade, denn diese 150 Millionen hätte man auch besser anlegen können, als in unrealistisch wirkende Animationen von realen Schauspielern.
Ab dem 2.6.2011 im Kino.
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